Samstag, 27. Juni 2009

Das Fenster zum Garten




Der Wildwuchsgarten verändert sich von Jahr zu Jahr.
Vielleicht werden wir unseren Ausblick vom Bett - unseren
Blogger-Blick - hier demnächst häufiger zeigen ...

Foto: S.Schneider


Sonntag, 14. Juni 2009

Endlich wieder eine Wegwarte!






Diese Bilder konnten wir heute auf unserem Hof aufnehmen.
Eigentlich hatte ich bereits die Hoffnung aufgegeben jemals
wieder eine Wegwarte -
Cichorium intybus zu besitzen.
Denn vor sehr langer Zeit hatten wir uns mal für unseren
Wildwuchsgarten in einer auf Wildpflanzen spezialisierten
Staudengärtnerei eine Wegwarte besorgt. Die blühte auch
wunderschön. Doch im nächsten Jahr war sie verschwunden.
Jeder Versuch am Wegesrand Saat einzusammeln, und sie
wieder im Garten oder vorzugsweise in der Wiese neben dem
Steg zu kultivieren scheiterten. Leider hatte die Stauden-
gärtnerei zwischenzeitlich den Besitzer gewechselt, und
Wildpflanzen gehörten nicht mehr zum Sortiment. Auch die
am Straßenrand ausgebuddelte, noch kleine Wegwarte, blieb
uns nur kurze Zeit erhalten. Ob da wieder die Schnecken
Schuld daran hatten?

Irgendwann stellte sich heraus, dass eine Reihe von Pflanzen
zwar nicht in unserer Wiese überleben kann, dafür aber
anscheinend sehr gut mit dem heißen Südhof zurechtkommt.
Endlich haben wir also zum Beispiel wieder die weißen und blau-
violetten pfirsichblättrigen Glockenblumen. Aber eben nur auf
dem sehr trockenen und sonnigen Hof vor dem Haussockel. Sie
leben in den winzigen Fugen der Pflastersteine. Selbst wenn ich
also ein kleines Wegwarten-Pflänzchen hätte bekommen können,
wäre es dort nicht einzupflanzen. Also nochmals Wegwarten-Saat
probieren? Zum Glück bekam ich bald darauf eine Tüte voller
Saatstände von einer Freundin meiner Mutter. Und das ist nun
das Ergebnis:

Eine große Staude, von der ich erwartet hatte,
dass es sich um ein gelbes 'Unkraut' handelt. Als
Wegwarte hatte ich es nicht erkannt, war aber
doch zu neugierig, wie es blüht.










Hoffentlich fühlt sie sich hier nun wohl und versamt sich!

Fotos: SchneiderHein



Eigentlich wollte ich nun gerade die Deko auf dem Hof von
frischem Grün-Gelb in Pink-Violett passend zu den Rosen
im Vorgarten
ändern, aber nun sollte ich wohl doch besser
der Wegwarte ein blau-weißes Umfeld liefern.


Im nächsten Jahr werde ich es mal wieder mit Kornblumen-
Saat versuchen. Die wurden uns nämlich auch immer wieder
in der Wiese abgefressen, aber vielleicht fühlen sie sich hier
in der Hitze auch wohl ...



Dienstag, 9. Juni 2009

Blühend hätte ich ihn nie gekauft ...


... aber so, wie er heute etwas versteckt im hinteren Bereich
in unserer Haus & Hof-Gärtnerei Blumen Eckardt stand, war ich
einfach nur fasziniert von diesem Strauch:
















Fotos: S.Schneider


Noch nie zuvor hatte ich solche leuchtend roten Saatstände
über rotem Laub gesehen. Zum Glück hatte ich sogleich den
richtigen Platz im Garten meiner Mutter gefunden - für diesen
bis zu 2m hoch werdenden Strauch, der im Frühjahr weiß blüht
und angeblich nach Lust und Laune geschnitten werden kann.

Denn kurz zuvor hatte anscheinend schon andere Kunden im
Vorbeigehen bereits ein Auge auf diese sehr auffällige Pflanze
geworfen und waren nur noch gedanklich auf der Suche nach
einem passenden Standort in ihrem Garten. Aber ich war eben
schneller: Im roten Rosenbeet vor der großen Tränenkiefer,
zwischen dem Ginster mit den roten Blüten und der Eberesche
wird er Farbe ins Beet bringen, wenn die alten dunkelroten
Rosen mal wieder muckeln.

Doch zuerst wird er bis zum Herbst unter dem alten Apfelbaum,
in der Mitte des Gartens, zwischen Storchschnabel und Äpfeln
im Topf stehen bleiben.

Keine Sorge, der Strauch kann zum Herbst nachbestellt werden.
Bis dahin hat die Kundin also noch genug Gelegenheit einen Platz für
die rotlaubige Blasenspiere Diabolo - Physocarpus opulifolius Diabolo
zu finden ...



Mittwoch, 3. Juni 2009

eine unbekannte Rose ...


... für den Garten meiner Mutter:

eine von drei Knospen, ...

eine leicht geöffnete Blüte, ...

und eine Blüte in vollendeter Schönheit.

Um 30 % reduziert, wohl vom letzten Sommer stehengeblieben,
mit einem ganz zarten Duft, aber ohne Hinweis auf ihren Namen,
musste sie einfach mit. Hoffentlich finde ich den passenden Platz
für sie. Vielleicht neben Austin's William Morris?



Fotos: S.Schneider


Wahrscheinlich handelt es sich um die öfterblühende Strauchrose
Eden Rose 85 von Meilland. Mit ihrer Höhe von 150cm könnte sie
perfekt zur William Morris passen. Nur das dunkelgrüne glänzende
Laub ist an ihr nicht zu erkennen - es fällt eher hellgrün aus. Aber
das kann natürlich daran liegen, dass sie im Garten-Center im
engen Container-Topf überwintern musste. Also wird sie nach der
Blüte erst einmal in einen größeren Topf umziehen und wohl
im Herbst einen Platz im Garten meiner Mutter finden ...


Dienstag, 2. Juni 2009

verlängertes Wochenende



Kaum steht das Auto zu Pfingsten mal einen Tag länger
in der Einfahrt, entert eine wild wuchernde Wicke die
neue Rankhilfe. Nach den großen Ferien hätte sie es
wahrscheinlich ganz überwuchert. So beendet der
nächste Arbeitstag die grüne Übernahme.

Foto: W.Hein

Sonntag, 24. Mai 2009

Noch nie waren die Rosen so üppig & schön



Aber als Startfoto für diesen Post haben wir
dann trotzdem den Farn und die Tamariske
im Sonnenlicht ausgewählt.

Der Vorgarten ist in den letzten Wochen wieder sehr schnell
zugewachsen. Und die einzelnen Pflanzen sind jetzt nur noch
schwer auseinanderzuhalten. Erst im Spätherbst, wenn dieser
Bereich zwischen Hecke und Haus von den zahlreichen Stauden-
wicken befreit werden muss, wird dieses Stückchen Garten
wieder betreten werden.

Auch bei dieser Rose am Spalier habe ich in diesem Frühjahr
keinen Rückschnitt vorgenommen. Ob wir irgendwann ein paar
Sämlinge von ihr im Vorgarten entdecken können?

Die Pfingstrose, ganz versteckt hinter der Hecke,
hat wieder viel mehr Knospen angesetzt, als die
freistehendere Staude an der Einfahrt.


Der Wiesenknöterich hat leider weniger 'Pfeifenputzer'
als im letzten Jahr. Vielleicht war das Frühjahr im Vorgarten
einfach zu trocken für ihn.


Die ersten Hagebutten der Kartoffelrose sind bereits in Arbeit,
während dahinter eine Spornblume erscheint.


Aber auch Rosa rugosa hat noch Blüten!

Nach 12 Jahren scheint sie sich endlich an ihrem Standort
eingelebt zu haben und bildet nun reichlich Ausläufer. Wann
jetzt wohl das Wicken-Dickicht von einem undurchdringlichen
Rosen-Dickicht abgelöst wird?


Die rote Lenzrose gedeiht, aber hat sich noch nicht versamt.
Aber wo sollten hier auch ihre Kinder aufwachsen können?


Nuits de Young wurde rechtzeitig von den aufstrebenden
Wicken befreit und dankt es uns mit zahlreichen Knospen.

Cardinal Hume besticht zur Zeit durch einen kräftigen
roten Blattaustrieb. Sie blüht wohl mal etwas später.


Die namenlose englische Rose hat sich ohne Rückschnitt
und Rosendünger prächtig entwickelt. Nur 2x pro Woche
gab es für sie ab dem Frühjahr 5 Liter Wasser.


Leider verblüht sie im sonnigen Vorgarten sehr schnell.
Aber ein paar Knospen hält sie noch bereit.

Violet Hood hat die erste Blüte geöffnet. Sie überwinterte
im Topf im Hochwald und steht nun recht sonnig und frei
an der Hausecke. Bis zum übernächsten Herbst werden wir
sie wohl noch im Topf lassen. Zur Zeit würden die Wicken
sie viel zu schnell überwuchern.

Auch Veilchenblau hat uns die Überwinterung im Topf
nicht übel genommen. Wenn wir den Vorgarten rechtzeitig
im Herbst aufräumen, dann könnte sie vielleicht einen Platz
im Sommerflieder an der Einfahrt erhalten.

Schön sieht es ja aus, wenn das Efeu an der Wand
entlang klettert. Zur Zeit sind wir noch nicht ganz
sicher, ob wir es wirklich zulassen sollen, dass Efeu
unsere Hausfassade einnimmt. Allerdings, da wir in den
nächsten Jahren nicht vorhaben das Haus zu dämmen
und die Fassade ohnehin einen Anstrich nötig hätte,
wäre Efeu zwecks Natur-Dämmung und Begrünung ja eine
zu uns passende Alternative!? Noch darf der erste Haus-
Eroberer jedenfalls hinter dem blauen Wachholder bleiben.
Er steht aber unter strenger Beobachtung!

Fotos: W.Hein



Hof-Impressionen am Mittag



Pfirsichblättrige Glockenblumen in weiß ...

und blau-violett haben sich endlich ihren Platz
in den Steinfugen auf dem südlichen Hof gesucht.

Da sie vor dem gefliesten Haussockel keinen Halt finden
und sich daher oftmals weit in die Einfahrt biegen, haben
sie in diesem Frühjahr ein Haltegrüst aus geschichteten
Korkenzieherweiden-Ästen erhalten.

Schwertlilien haben wir in unserem Teich
nun schon viel zu viel. Daher werden sie
jetzt zusammen mit anderen wuchernden
Wasserpflanzen
immer häufiger in Kübeln
auf dem Hof ausgelagert
.

Ein paar Reste der Osterdeko sind noch geblieben,
denn weder die neuen Korkenzieher-Stecklinge
noch die Clematis Viticella vom Vorjahr wollen das
natürliche Rankgerüst aus Weidenzweigen neben
der Kommode jetzt schon begrünen.

Das kleine Vogelhaus in der Fensterbank steht nun ohne Grün da.
In den letzten Wochen war es oftmals so heiß auf dem Hof, dass
uns sogar die Blätter der geschnittenen Korkenzieherweiden im
Regenfass neben dem Küchenfenster vertrocknet sind. Und auch
der Buchsbaum lässt nun ganz schnell seine Blätter hängen.

Den Binsen im Kübel scheint dieser Standort jedoch zu gefallen.

Und ein Weidenast im Regenfass schlägt jetzt kräftig aus.


Fotos: W.Hein



Dienstag, 12. Mai 2009

Ein ganz anderes Klima ...


... gibt es auf dem südlichen Hof im meinem 'Zweitgarten'
in Braunschweig. Viele Pflanzen, die meine Mutter und ich
schon viele Jahre mögen, halten sich inzwischen weder
bei ihr hinter dem Haus noch in unserem Wildwuchsgarten.
Beide Gärten sind im Laufe der Zeit zu dicht, schattig,
sehr gut gemulcht und dadurch extrem schneckenfreundlich
geworden. Aber nach und nach findet sich jetzt trotzdem
eine Lösung für diese Stauden. Vielleicht liegt es auch nur
daran, dass wir in den letzten Jahren zeitweilig etwas
gelassener mit dem Garten umgehen. Denn inzwischen
werden nicht mehr alle Steinfugen auf dem Hof zwischen
den Granitpflastern und Wesersandstein-Platten akurat
sauber gehalten. Und plötzlich gibt es sie wieder, die fast
verschollenen Stauden:

Enzian-Ehrenpreis am Beginn der Rabatte.

Kaum noch vorstellbar, dass wir noch vor 10 Jahren
ganze Felder dieser hellblauen wunderschönen Staude
am Rand unserer Betonfläche hatten.

Lein, gab es sowohl bei meiner Mutter als auch bei uns
im hinteren Teil des Gartens. Aber hier, wo er eigentlich
nicht hingehört - in und an der Einfahrt, da versamt er
sich gern und oft. Immer wieder versucht meine Mutter
kleine Ableger an ihre Teichlandschaft umzusetzen - leider
nur mit mäßigem Erfolg.

Die pfirsichblättrige Glockenblume ist ebenfalls
so ein Problemkind in unseren beiden Gärten. In der
Einfahrt hingegen wird sie nun eher zum Problem,
da sie sich an allen möglichen und unmöglichen
Stellen versamt. Aber hier am Haussockel darf sie
zusammen mit dem Mauerpfeffer gerne wachsen!
Der Mauerpfeffer hat sich übrigens aus der jetzt dicht
bewachsenen Rabatte fortbewegt und sich unter
anderem diesen freien Platz auf dem Hof ausgesucht.

Die Kuhschellen haben wir immer schön frei gehalten,
damit sie nicht von anderen Pflanzen überwuchert werden.
Dieser hier in der Rabatte ist das vollkommen egal. Sie
breitet sich zwischen den Traubenhyazinthen immer weiter
aus. Und neue Saat ist schon in Arbeit. Auch die Trauben-
hyazinthen haben wir in beiden Gärten schon oftmals gesetzt.
Aber nur hier werden sie regelrecht zum 'Unkraut', denn sie
versamen sich sogar zwischen den engen Fugen der Wasch-
betonplatten des Nachbargrundstücks.

Ebenso scheint es das Sandkraut überhaupt nicht
zu stören, dass es zwischen Kriechwachholder und
Blauschwengel eingeengt wird. Dahinter entfaltet
sich gerade eine
Dreimasterblume, eine Staude, die wir
auch mal in verschiedenen Farben im Garten hatten ...


Jungfer im Grünen fühlt sich hier richtig wohl!

Und erst recht die Steinsame!

Wahrscheinlich erobert sie sogar den Wachholder
vor der Garage, wenn wir nicht aufpassen.

Der Standort für diese rote Rose ist leider ungünstig gewählt.
Sie leidet unter Mehltau und die stehende Mittagshitze auf
dem Hof zwischen den Häusern und vor der Garage unterstützt
die Mehltau-Bildung. In diesem Jahr habe ich sie mal nicht
gedüngt. Für dieses lang anhaltene trockene und extrem heiße
Frühjahr sieht sie jetzt noch recht gut aus. Und ganz versteckt
erscheint schon die erste Blüte.

An der Hausecke hat sich ein Lavendel aus der Rabatte
versamt, er bildet zusammen mit der weißen Kuhschelle und
Glockenblume eine selbstgewählte Pflanzgemeinschaft.

Und ein kleiner Lein besetzt die Fuge davor.

Irgendwann müssen wir hier am Wasserbecken
vor dem Hauseingang wohl doch etwas aufräumen.
Aber zur Zeit ist die Freude über die ausgesamten
Pflänzchen noch zu groß.

Den Winter haben mein Topf-Enzian aus der Herbstdeko
und die Edeldistel aus unserem Wildwuchsgarten unter dem
Glasdach bei meiner Mutter verbracht. In unserem Garten
wären sie schon längst wieder Schneckenfutter. Und auch im
hinteren Garten bei meiner Mutter hätten sie keine Chance
gehabt. Das haben wir schon mehrfach versucht und immer
wieder verloren. Also stehen sie jetzt vor dem Hauseingang
im Topf und sehen noch erstaunlich gut aus.

Blüten - wir können es nicht glauben! Beiläufig vor 2 oder 3 Jahren
im Herbst als Deko in den Pflanzkübel eingesteckte Hagebuttenzweige
aus dem Garten, haben Wurzeln und wollen nun sogar bald blühen. Da
werde ich
meine Rosensaat aus Sangerhausen wohl lieber bei meiner
Mutter auf dem Hof großziehen. Und es vielleicht noch mit ein paar
anderen Rosen als Stecklinge probieren ...

Und da ist er nun, der üppige Rosen-Kübel mit
Herbstastern, die auch nur noch hier gedeihen.

Neben der Haustür wahrscheinlich ein Hauswurz,
dessen Namen wir aber nicht kennen, der im Sommer
lange Rispen mit gelb-orange-roten Blüten entwickelt.

Inzwischen füllt er zwei Kübel und ein paar Ableger
habe ich bereits in Hannover -
für die Weihnachtsdeko.
Den himmelblauen Rittersporn hatte meine Mutter im
letzten Sommer blühend als großen Staudentopf geschenkt
bekommen. Wir wagten es nicht ihn ins Beet zu setzen.
Nun bekommt er im Topf 3 Blüten. Unter dem Glasdach,
wo er überwinterte, hatten ihn die Schnecken bereits
entdeckt: Sie kriechen sogar unter der Schiebetür durch,
um zartes Grün zu naschen!

Selbst das 'Streublümchen' - Feinstrahl,
hinter dem Lein, hat es im Beet schwer. Aber
zwischen den Fugen versamt es sich überall!

Und unter dem Taxus zum Garteneingang blüht
mein kleiner Liebling die Taubnessel. Auch sie ist
geflüchtet -
allerdings aus dem weißen Vorgarten.
Irgendwann werde ich wieder einen neuen Versuch
starten, und einen Ableger mit zu uns nach Hannover
nehmen. Aber ob ich den Taubnesseln dann auf
Anhieb den richtigen Standort anbieten werde?

Fotos: S.Schneider



Montag, 11. Mai 2009

Auf den Hund gekommen ...



Lena hat jetzt einen neuen Freund. Speick ist sein Name.
Aber da auch Nelleke in der Geschichte vorkommt, hat
Wolfgang den Post über Lena und Speick auf
'Bären in
Haus & Garten'
veröffentlicht. Und hier geht es jetzt
zu ihrer
zur Geschichte ...


Freitag, 8. Mai 2009

Mein weißer Vorgarten



Hinter der akurat geschnittenen Hecke tobt die weiße Wildnis
auf etwa 40qm im Vorgarten meiner Mutter in Braunschweig.
Hier durfte ich 1983 mit dem Experiment eines weißen natur-
nahen Gartens beginnen. Inzwischen ist er allerdings in die
Jahre gekommen. Und nach der Überarbeitung Anfang der 90er
wäre jetzt mal wieder eine ordnende Hand erforderlich, die
die ursprünglich angelegte Form wieder freilegt und nachbessert.
Doch unser Wildwuchsgarten in Hannover, unser Vorgarten und
der Zweitgarten (der Garten meiner Mutter hinter dem Haus),
für den ich maximal 2x pro Woche Zeit aufbringen kann, lassen
kaum Gelegenheit für eine grundlegende Überarbeitung. Also
wird hier weiter gewuchert, was das Zeug hält. Und nur, wenn
es zu arg wird, werden die Pflanzen wieder durch gemäßigten
Rückschnitt in ihre Schranken gewiesen.

Den Flieder schneide ich über der Hecke jedes Jahr
stark zurück. Daher blüht er im unteren Bereich nur
selten. Diesen Grünbereich soll dafür die Spiere mit
Blüten füllen. Doch in diesem Jahr vereinen sich die
Blütendolden beider Sträucher.

Den höher gelegenen Bereich hat der
Flieder allerdings noch für sich allein.

Und er gehört hier im Moment her. Das ist sein Garten für
den sonnigen Nachmittag. Eben passt sein Zweit- oder Dritt-
Name wieder hervorragend zu ihm: Müder Miesetieger.

Dieser Schneeball war ein absoluter Glücksgriff. Nachdem wir
nun schon die besten Erfahrungen in unserem Wildwuchsgarten
mit einem
Japanischen Schneeball sammeln konnten, endeckte
ich den Sommer-Schneeball - Viburnum plicantum 'Summer
Snowflake' vor einigen Jahren im Garten-Center. In heißen
Sommern braucht er allerdings so manche zusätzliche Wassergabe.
Und im letzten Sommer sind sogar einige Blätter regelrecht unter
der Hitze verbrannt. Aber er hat sowohl den trocken Sommer als
auch die eisige Winter-Kälte gut hinter der Hecke überstanden.
Und er blüht und blüht. Ganz erstaunlich ist, dass er immer wieder
zur Nachblüte kommt, solange die zusätzliche Wasserzufuhr stimmt.

Die angegebene Höhe von 2m hat er inzwischen erreicht.
Und geschnitten habe ich ihn bis jetzt noch nicht.

Seine Blütezeit wird für Juni bis August angekündigt.
Aber in diesem Jahr scheinen diese Regeln ohnehin
alle nicht zu gelten.

Der Geißbart kommt auch schon hinter der Hecke hervor.

Wahrscheinlich dauert es nur noch ein paar Tage bis zur Blüte.

Im Vordergrund steht Schneewittchen und rechts daneben
ist mir auch dieser Elfenbein-Ginster eingegangen. Mit den
Ginsterbüschen soll ich wohl wirklich nicht viel Glück haben.
Die Spiere dahinter fühlt sich dort unter dem Holunder vor
dem Haus allerdings sehr wohl. So wohl, das ich sie meistens
sogar 2x im Jahr schneiden muss.

Von dieser Seite hat man freie Sicht auf den Flieder.
Denn der Geißbart behindert ihn kaum. Doch beim
genaueren Hinschauen blitzt schon etwas Spiere ...

Betritt man den Hof, sind schon die ersten Holunderblüten
zu erkennen. Nun beginnt bereits seine Zeit. Und links den
Wachholder sollte ich auch schon bald wieder schneiden,
damit die Einfahrt nicht zuwuchert!

Fotos: S.Schneider